Geschichte – Gegenwart und Zukunft der Arbeit

Recherchen bei Eis und Schnee
Recherchen bei Eis und Schnee

18 Jugendliche der Klassen 9 und 11 der Frida-Levy-Gesamtschule Essen setzten sich mit gesellschaftlichen Fragen zur Arbeitsgesellschaft auseinander und erprobten in verschiedenen kreativen Audio- und Videoworkshops, Geschichte und Geschichten zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Arbeit einzusammeln und zu dokumentieren.

Neue Perspektiven
Neue Perspektiven

Dabei bewegten sie sich mit dem Historiker Dr. H. W. Hoffacker an einem ehemaligen Industriestandort, der zum kulturellen Welterbe umgewidmet wurden, bestaunten die neuen Kathedralen der Arbeit und erlebten wie eng Architektur und Arbeitsplatzgestaltung miteinander verwoben sind. Ob und wie sich gewerkschaftliche Interessensvertretung angesichts sich neuer Herausforderungen globaler Arbeitsmärkte verändern muss und wird, diskutierten sie mit Kalle Kunkel, Ver.di – Sekretär.

Märkte der Zukunft?
Märkte der Zukunft?

Dass Tradition und Moderne keine Widersprüche sein müssen und am Markt erfolgreich sein können, verriet ihnen Judith Schütze. Sie schauten der Bürstenmacherin auf die fleißigen Finger, die traditionelles Handwerk für Gegenwart und Zukunft bewahren.
Bewahren ökologischer Ressourcen und internationale Vernetzung garantiert auch sevengardens. Der Künstler und Initiator Peter Reichenbach erzählt, wie er seinen Garten `hintern Haus` in ein globales Netzwerk einbinden konnte und damit als UN-Dekaden-Projekt für Bildung und nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet wurde. 
Weltläden standen schon immer für den Nachhaltigkeitsgedanken: Faire Löhne, keine Kinderarbeit und ökologischer Anbau sind mehr als nur moralische Kategorien in unübersichtlichen, globalen Wirtschafts-, Handels- und zwischenmenschlichen Beziehungen, dafür steht Petra Fischer, Leiterin des Weltladens Altenessen, die uns pünktlich zum Glockenschlag die Pforten öffnete.

Alles ist möglich!?
Alles ist möglich!?

Wie schwierig es ist, den richtigen Einstieg in die zukünftige Berufswelt zu finden, wer sollte es besser wissen, als SchülerInnen? Kurzerhand suchten sie Petra Köllner, Beratungslehrerin der Frida Levy Gesamtschule auf und befragten sie, welche Hilfestellung Schule ihnen bietet. Erfahrungen ihrer MitschülerInnen wurden natürlich auch medial eingesammelt
Jedoch ist die Unsicherheit bei der Berufswahl keine neuzeitliche Erscheinung. Auf die Frage „Wissen Sie noch, was sie werden wollten als sie 14 Jahre alt waren?“ meldeten sich zufällige PassantInnen in der Essener Innenstadt lebhaft mit ihren eigenen Berufsbiografien zu Wort.

life according to agfa
life according to agfa

Alles neu?  - Last but not least suchten die Jugendlichen einen alten Herrn auf, der sich gerne als Dokumentarist bezeichnet. Manfred Hensing hat sich bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert mit dem Strukturwandel der Stadt auseinandergesetzt. Nicht mit Videokameras und digitalem Equipment, sondern mit dem klassischen Fotoapparat fing er die Veränderung der Stadt - hier am Beispiel Essen-Steele - bildlich ein.
Ob der Strukturwandel gelungen ist und Essen eine attraktive und lebenswerte Stadt ist, wer kann es besser beantworten als Menschen auf der Straße.